Vorwort - Schutzverein Ruckerlberg und Umgebung

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Vorwort

Der Schutzverein Ruckerlberg und Umgebung (gegründet 1968) besteht bereits seit über fünfundvierzig Jahren und zählt zu den ältesten Bürgerinitiativen von Graz. Er wurde zum Schutze des genannten Gebietes vor unzulässiger, die Wohnbevölkerung schädigender oder dem Gebietscharakter nicht entsprechender Bebauung, wie Hochhäuser, Tankstellen, lärm- und geruchsbelästigende Gewerbebetriebeusw., gebildet.
Die Mitsprache der Bürger ist aus vielfachen Gründen mehr denn je notwendig, um in den Ballungsräumen die Lebensqualität durch
Sicherung der natürlichen Lebensgrundlagen zu gewährleisten Mit der Erfahrung und Sachkenntnis der Bewohner ist der Schutzverein bemüht, den Lebensraum „Stadt“ mit einer damit verbundenen vernünftigen Verkehrsplanung und Infrastruktur zu entwickeln und zu erhalten.

Mit Hilfe der seit seiner Gründung vertretenen festen Überzeugung des Schutzvereines, dass die Stadt Graz nur durch eine bürgernahe
Planung (zu der sich der Gemeinderat im Generalsverkehrskonzept 1995 auch bekannt hat) eine liebens- und lebenswerte Stadt bleiben wird, ist es ihm gelungen, einige Vorhaben abzuwenden, die nach der Meinung der Bewohner und dem Wissen in der heutigen Zeit eine Fehlentwicklung bedeutet hätten.
So unterblieb zum Beispiel der Bau einer Großtankstelle Merangasse – Ecke Schillerplatz und der schöne Garten dort blieb erhalten. Im
weiteren hat der Verein die Zerstörung des Schillerplatzes bekämpft und sich erfolgreich für den Fortbestand von Grünflächen, wie etwa den Lessingpark, den Metahofpark, den Bachgrund Ecke Schillerstraße – Sparbersbachgasse eingesetzt und den Abbruch des historischen Gebäudes des „Schützenhofes“ verhindert.
Einer der schönsten Erfolge war die Sicherstellung von 5900m² Freiland nördlich des Annabaches, wobei die Rechtsauffassung des
Vereinsvorstandes (keine gesetzeskonforme Umwidmung von Freiland in Bauland) im Laufe des jahrelangen Verfahrens letztendlich durch ein Erkenntnis des Verfassungsgerichtshofes (Dezember 2004) bestätigt worden ist.

Verkehrsmäßig hat der Schutzverein vor allem die Einführung der Kleinbuslinie 61 unterstützt und ist immer um mehr
Verkehrssicherheit bemüht. Derzeit ist der Schutzverein verstärkt bestrebt, Maßnahmen zu erreichen, welche den ortsfremden Durchzugsverkehr eindämmen und die Verkehrssicherheit erhöhen.

Die größte Sorge des Schutzvereines gi
lt dem gerade für Ballungsräume so wichtigen Grüngürtel. Ihn zu erhalten sehen wir als vordringliche Aufgabe. Dabei gilt es zu verhindern, dass er durch partielle Umwidmungen von Freiland in Bauland sein Umfang abgebaut wird, womit gleichzeitig seine Wirksamkeit (u. a. Frischluftzufuhr, Klimaausgleich usw.) empfindlich abgeschwächt würde.
Durch Eingaben und Einwendungen, besonders anlässlich der Entwurfsauflagen des
Stadtentwicklungskonzeptes 3.0 (Stek) 2000 und des 3.0 Flächenwidmungsplanes (Fläwi) 2002 bemühte sich der Schutzverein nach Kräften, dieser Tendenz und absoluten Fehlentwicklung entgegenzutreten.  

Zum Entwurf des 4.0 Stek (2011) wurden sowohl Anregungen gegeben als auch Einwendungen gemacht, welche auf der Homepage (Link auf Home, Seite 1) nachgelesen werden können. Aus der Beantwortung (Link ebenfalls auf Home, S. 1) wird ersichtlich, dass die meisten vom Schutzverein gut begründeten Änderungsvorschläge und Einwendungen positiv erledigt worden sind.
Das nächste große Kapitel war die Auflage des 4.0 Flächenwidmungsplanes, zu dem ebenso Anregungen und Einwendungen gemacht worden sind. Ebenso haben wir den Entwurf des
Räumlichen Leitbildes, eine neue Planungsvorgabe des Stadtplanungsamtes, genau studiert und hoffen, dass die Anregungen von uns und vielen anderen Aktivbürgern aufgenommen werden. Zu gegebener Zeit werden wir berichten.

Der Schutzverein Ruckerlberg setzt sich schon seit Jahren auch für eine systhematische Bürgerbeteiligung bei Planungsprozessen ein und ist stolz, bei der Erarbeitung von "Leitlinien für BürgerInnenbeteiligung
bei Vorhaben der Stadt Graz" aktiv mitgearbeitet zu haben. (Link: https://www.graz.at, Leitlinien für BürgerInnenbeteiligung)

"Wer an den Dingen der Stadt keinen Anteil nimmt, ist kein stiller, sondern ein schlechter Bürger." (Perikles)

„Umweltbewusste Bürger können unbequem werden. Vor allem, wenn sie sich zusammenschließen. Das sollte man aber in Kauf nehmen und diese Entwicklung unterstützen, weil hier etwas heranwächst, was letztlich der Sicherung unserer Lebensgrundlagen dient und in vielen Fällen eine nützliche Unterstützung oder Anregung für das Handeln der Regierung darstellt.“
(Genscher vor dem Europarat 1973)

„Die Gestaltung des Lebensraumes in einer Weise, dass seine Entfaltungsmöglichkeiten unter den Bedingungen einer humanen Existenz gewahrt bleiben, ist für den Menschen, nicht aber für die Natur ein Überlebensproblem.“
(Bruno Fritsch: Mensch-Umwelt-Wissen 1980)

 
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